Kyocera baut seine Fertigungskompetenz für Metall-Keramik-Verbundbauteile am Standort Mannheim gezielt aus. Mit Investitionen in moderne Dreh-Fräs-Technologie und zusätzliche Ofenkapazitäten stärkt das Unternehmen eine durchgängige Prozesskette: von der keramischen Komponente und der hochpräzisen Metallbearbeitung über das Fügen bis zur qualifizierten Reinigung. Kunden profitieren von kurzen Abstimmungswegen, hoher technischer Flexibilität und reproduzierbaren Prozessen weitestgehend aus einer Hand.

Durchgängige Fertigung schafft Prozesssicherheit
Am Standort Mannheim fertigt Kyocera keramische Komponenten, hochpräzise Metallteile und die zugehörigen Fügeverbindungen. Die wesentlichen Arbeitsschritte werden eng aufeinander abgestimmt und intern umgesetzt. Dadurch können Anforderungen an Werkstoffe, Toleranzen, Sauberkeit und Verbindungsqualität bereits in einer frühen Projektphase gemeinsam betrachtet werden. Die gebündelte Fertigung reduziert Schnittstellen und externe Transporte, beschleunigt technische Rückkopplungen und erhöht die Prozesssicherheit.
Investitionen erweitern Präzision und Kapazität
Mit einer neu angeschafften Werkzeugmaschine erweitert Kyocera die Möglichkeiten zur präzisen Komplettbearbeitung anspruchsvoller Metallkomponenten. Das Dreh-Fräs-Zentrum unterstützt die wirtschaftliche Fertigung komplexer Geometrien in möglichst wenigen Aufspannungen und trägt damit zu hoher Maßhaltigkeit und stabilen Prozessen bei.
Im Herbst 2026 soll der Maschinenpark zusätzlich um eine Universaldrehmaschine ergänzt werden. Sie schafft weitere Drehkapazität und erhöht die Flexibilität bei unterschiedlichen Bauteilgrößen und Stückzahlen. Für 2027 ist darüber hinaus die Ergänzung eines neuen Lötofens vorgesehen. Damit baut Kyocera die Kapazitäten für anspruchsvolle Lötprozesse weiter aus und schafft zusätzliche Voraussetzungen für steigende Serienbedarfe.

Werkstoffkompetenz für anspruchsvolle Anwendungen
Metall-Keramik-Verbundbauteile verbinden die elektrische Isolation, Temperaturbeständigkeit und Verschleißfestigkeit technischer Keramik mit der mechanischen Funktionalität metallischer Werkstoffe. Verarbeitet werden unter anderem Keramik-Edelstahl- und Keramik-Titan-Verbindungen. Für ergänzende Spezialprozesse, beispielsweise das

Laserschweißen oder Elektronenstrahlschweißen, kann Kyocera bei Bedarf auf qualifizierte externe Partner zurückgreifen.
Die abschließende Präzisionsbearbeitung mehrfach gefügter Baugruppen nach Hartlöt- und Schweißprozessen ist ein etablierter Bestandteil der Fertigung. Dabei werden mögliche thermisch bedingte Verzüge gezielt ausgeglichen, mit dem Ziel enge Maß-, Form- und Lagetoleranzen einzuhalten und hohe Wiederholungsgenauigkeit zu erreichen.
Von der Halbleiterfertigung bis zum Ultrahochvakuum
Die Verbundbauteile kommen unter anderem in Wafer-Inspection- und Metrologiesystemen, Plasmaätz- und Depositionsanlagen sowie in Elektronenstrahlanwendungen zum Einsatz. Weitere Einsatzfelder sind Vakuumdurchführungen und Baugruppen für Hochvakuum- und Ultrahochvakuumsysteme, in denen Dichtheit, elektrische Isolation und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind.
Technische Beratung und qualifizierte Reinigung
Kyocera begleitet Kunden bereits in frühen Projektphasen – von der Werkstoffauswahl und Fügetechnik über die fertigungsgerechte Konstruktion bis zur Bewertung anwendungsspezifischer Anforderungen. Ergänzend stehen am Standort mehrstufige Reinigungsprozesse zur Verfügung. Je nach Bauteil und Anforderung umfassen diese mechanische Vorreinigung, ultraschallunterstützte Nassreinigung, DI-Wasser-Spülungen, alkoholbasierte Feinreinigung sowie Trocknungsprozesse bis hin zur Vakuumtrocknung. Da die Reinigung unmittelbar nach Bearbeitungs-, Löt- oder Montageschritten erfolgen kann, lassen sich zusätzliche Handhabungsschritte und potenzielle Kontaminationsquellen reduzieren.
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