Noch mehr Automatisierung

Tebis hat seine Spannmittelbibliothek vollständig in das neue CAD/CAM-Komplettsystem 4.1 integriert. Vor diesem Hintergrund sind in 4.1 jetzt sämtliche reale, fertigungsrelevante Komponenten auf Basis der digitalen Zwillinge in virtuellen Prozessbibliotheken hinterlegt.

3870
Spannmittelgruppe aufbauen (Bildnachweis: Tebis AG)

Reiner Schmid, Abteilungsleiter Produktmanagement der Tebis AG, erläutert: „Die detailgetreue Digitalisierung der Fertigungsumgebung ist ein wichtiger Meilenstein für die Automatisierung der Fertigungsprozesse. Denn alles, was bereits in der CAM-Software erledigt werden kann, spart in der Maschinenhalle Zeit und Ressourcen. Mit Integration der Spannmittelbibliothek in die virtuelle Prozessbibliothek lässt sich die Maschine nun komplett – inklusive Mehrfachaufspannung – virtuell rüsten. Das reduziert die Rüstzeiten erheblich.“

Reiner Schmid, Leiter Produktmanagement Tebis AG (Bildnachweis: Tebis AG)

Spannmittelbibliothek komplettiert virtuelle Bibliotheken

In der Spannmittelbibliothek von Tebis lassen sich sämtliche gängige Mittel zur Fixierung der Werkstücke verwalten und zu Spannmittelgruppen zusammenfügen. Mithilfe von vordefinierten Verbindungspunkten und einer automatisierten Plausibilitätsprüfung werden einfache Schraubstöcke genauso wie Nullpunktspannsysteme mit verschiedenen Plattensystemen schnell und komfortabel aufgebaut. Externe Daten wie Spannelemente und Baugruppen lassen sich direkt vom Hersteller importieren und sind sofort nutzbar.

Höchste Sicherheitsanforderungen und eine flexible Arbeitsweise ergänzen sich gegenseitig: Wenn einzelne Elemente innerhalb einer Spannmittelgruppe verschiebbar sind, kann die Bewegungsrichtung über Freiheitsgrade eingeschränkt werden. Zudem sind die Spannmittel und Spannmittelgruppen mit wenigen Klicks am Werkstück und das gesamte Bauteil auf dem Maschinentisch positionierbar. Auf diese Weise lässt sich die Maschine schnell für jede Fertigungsaufgabe im Bearbeitungsprozess virtuell rüsten.

Die Rüstprozesse in der Maschinenhalle werden erheblich vereinfacht: Alle relevanten Informationen werden mit einer präzisen und ausführlichen NC-Dokumentation an den Rüstverantwortlichen übergeben.

Spannsituation schnell und flexibel anpassen (Bildnachweis: Tebis AG)

Digitalisierung der Fertigungsumgebung mit Tebis

Tebis bringt in seinem CAD/CAM-Komplettsystem 4.1 die digitalen Zwillinge sämtlicher Fertigungsmittel zusammen. Somit ist nun die reale, individuelle Fertigungsumgebung des Unternehmenskunden vollständig und detailgetreu digital in der Tebis Installation darstellbar. Bisher ließen sich bereits alle Werkzeuge mit ihren geometrischen und technologischen Informationen sowie Aggregate und sämtliche Maschinen inklusive ihrer Kinematiken virtuell abbilden.

Simulation mit Tebis – Sicherheit und Planung in der Fertigung

Die digitalen Zwillinge der im Unternehmen vorhandenen Betriebsmittel garantieren zusammengenommen ein hohes Maß an Sicherheit und bilden somit die Basis für die umfassende Automatisierung der Fertigungsprozesse. Denn die digitalen Zwillinge werden für die realitätsgetreue Simulation und zur Kollisionsprüfung herangezogen.

Insgesamt nutzt Tebis dabei keine Ersatzgeometrien, sondern zieht beispielsweise das – auf Wunsch – individuell vermessene und abgenommene Maschinenmodell des Kunden für die Verifikation der Werkzeugwege heran. Die für die Steuerungen programmierten Postprozessoren greifen darauf zu und geben den NC-Code sicher weiter. So kommen anhand der virtualisierten Fertigungsumgebung ausschließlich kollisionsgeprüfte NC-Programme auf die Maschine. Viele Kunden planen mit Tebis Simulationstechnologien zudem die Machbarkeit auf der Maschine.

Maschine mit Nullpunktspannsystemen virtuell rüsten und vollständig auf Kollision prüfen (Bildnachweis: Tebis AG)

Kontakt:

www.tebis.com