„Neue Mobilität: Die Form folgt der Funktion?“

Frank M. Rinderknecht ist Keynote-Sprecher zur Rapid.Tech 3D 2023. Der Automobildesigner wird erläutern, welche Herausforderungen er mit der Mobilitätswende verbindet und räumt dem 3D-Druck im Prototypenbau eine nicht wegzudenkende Rolle ein.

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Frank M. Rinderknecht. (Bildnachweis: Rinspeed AG)

Im Agententhriller „Der Spion, der mich liebte“ tauchte James Bond, alias Roger Moore, 1977 in einem schnittigen Gefährt unter Wasser ab. Was damals nur animiert möglich war, ließ Frank M. Rinderknecht rund drei Jahrzehnte später Realität werden. Mit dem „sQuba“ präsentierte er 2008 das erste Tauch-Auto der Welt, das sich wie ein Fisch im Wasser bewegte und zudem emissionsfrei unterwegs war.

Visionäre Mobilitäts- und Nachhaltigkeitskonzepte sind seit über vier Jahrzehnten Motivation und Arbeitsinhalt von Frank M. Rinderknecht. Mit seinem Team der Rinspeed AG und vielen Partnern setzt der Schweizer Erfinder und Designer zukunftsweisende Ideen in zum Teil spektakuläre Konzeptfahrzeuge um. Innovative digitale und additive Technologien spielen dabei eine wesentliche Rolle. „Gerade für uns als Prototypenbauer ist der 3D-Druck nicht mehr wegzudenken“, sagt der Automobilvisionär.

Welche Herausforderungen er mit der Mobilitätswende verbindet, wird sein Thema in Erfurt sein. Das Team der Rapid.Tech 3D hat Frank M. Rinderknecht als Keynote-Sprecher für den renommierten Fachkongress gewonnen. Am 10. Mai 2023 wirft er mit seinem Vortrag die Frage auf: Neue Mobilität: Die Form folgt der Funktion? Er wird sich u. a. mit den Auswirkungen einer sich verändernden Mobilität auf Funktion und Design von Fahrzeugen auseinandersetzen.

„In der Elektrifizierung des Fahrens sind wir schon mittendrin. Der Gamechanger ist das automatisierte Fahren. Das wird nicht heute und morgen kommen, bewirkt aber eine deutlich größere Veränderung als der Wandel in den Antrieben“, sagt der Fachmann.

Jüngste Rinspeed-Projekte zeigen, wohin hier die Reise gehen kann. Sie zielen darauf ab, urbane Mobilität effizient und nachhaltig zugleich zu gestalten, beispielsweise mit modularen Fahrzeugkonzepten, die sowohl die Personenbeförderung als auch Lieferdienste immer mehr automatisiert und emissionsfrei bewerkstelligen.

Neues Denken zu ermöglichen und Veränderungen anzustoßen, sind wesentliche Ziele, die Frank M. Rinderknecht mit seiner Arbeit verfolgt. „Mitunter tun wir uns schwer, uns von heutigen Standards zu lösen. Wir brauchen aber den Blick über den Tellerrand hinaus. Ich hoffe, dass ich dafür Inspirationen geben kann“, sagt er nicht zuletzt mit Blick auf seine Erfurter Keynote.

Neben Frank M. Rinderknecht werden weitere renommierte Sprecher, u. a. aus der internationalen Automobil- und Luftfahrtindustrie, zum Rapid.Tech 3D-Fachkongress erwartet. Darüber hinaus offeriert das dreitägige Programm vom 9. bis 11. Mai 2023 Einblicke in neueste AM-Anwendungen und -Entwicklungen in Industrie und Wissenschaft, so in den Foren Mobilität, Medizin, Luftfahrt, Design, Software & Prozesse, Innovationen in AM und Wissenschaft. AM-Themen aus dem Bereich Chemie/Anlagenbau/ Produktionstechnik sowie Nachbearbeitung & Qualitätssicherung werden erstmals in eigenständigen Fachforen diskutiert.

Im Kongress- und im Ausstellerbereich der Rapid.Tech 3D 2023 bilden u. a. die 3D-Druck-Kompetenzen Indiens einen Schwerpunkt. Aktuell laufen zahlreiche Vorbereitungen für deutsch-indische Treffen sowie einen indischen Gemeinschaftsstand in Erfurt.

Bis Mitte Februar 2023 hatten sich bereits mehr als 60 Unternehmen und Forschungseinrichtungen als Aussteller angemeldet, darunter Firmen aus Polen, Frankreich, Israel und Kanada.

Kontakt:

www.rapidtech-3d.de