Die richtige Technologie fürs Mikroformat

Die PROFORM AG in Marly (Schweiz) erzeugt als Dienstleister hochpräzise Mikroteile mit einem 3D-Drucker von Boston Micro Fabrication. Bei einer optischen Auflösung von 10 µm und Schichtdicken von 10 bis 40 µm erreicht der microArch S240 Oberflächengüten von 0,4 bis 0,8 Ra.

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Inbetriebnahme des 3D-Druckers microArch S240 bei der Proform AG, Marly, Schweiz (Bildnachweis: BMF)

Seit 1991 bietet Proform Dienstleistungen der Additiven Fertigung für Kunden aus den Bereichen Medizintechnik, Elektronik, Uhren sowie Automotive und Wissenschaft an. Neben elf Stereolithografie-Druckern (STL) und einer FDM-Anlage werden auch die Technologien Vakuumgießen und Rapid Tooling eingesetzt. Bereits vor einigen Jahren hat sich Proform auf besonders kleine Bauteile spezialisiert.

„Seitdem suchen wir nach Technologien, mit denen wir höhere Genauigkeit und Oberflächengüte bei Bauteilen im Mikroformat erreichen können“, berichtet Paul Köhlmeier, Inhaber und CEO der Proform AG. Dies führte Proform zur Präzisionsmikro-Stereolithografie, einer von Boston Micro Fabrication (BMF) entwickelten Variante des Digital Light Processings (DLP), die dank Laserbelichtung, hochpräzisen Optiken und Schrittmotoren zur Bewegungssteuerung bessere Resultate ermöglicht.

Im Frühjahr 2023 erwarb Proform einen microArch S240 3D-Drucker von BMF mit einem Bauraum von 100 x 100 x 75 Millimetern. Damit lassen sich Mikrobauteile aus einer breiten Palette von Harz- und Keramik-Materialien in industriellen Kleinserien produzieren. Eine neue Materialverteilung, Bildüberwachung in Echtzeit, Autofokus und Belichtungskompensation sorgen für schnelle, hochpräzise Ergebnisse.

„Der microArch S240 bringt die Verbesserungen an hoher Genauigkeit und Oberflächengüte, auf die wir so lange gewartet haben“, sagt Paul Köhlmeier. „Wir können nun Bauteile in besserer Qualität, mit schärferen Kanten und perfekter Ausprägung von Details erzeugen.“ In der klimatisierten Werkstatt werden damit hochwertige, komplexe Teile ohne sichtbare Schichtung erzeugt, die nur geringe Nachbearbeitung unter dem Mikroskop erfordern.

„Im Gegensatz zu anderen Herstellern erlaubt BMF individuelle Anpassungen der Druckparameter“, sagt Paul Köhlmeier. „Dadurch können wir Schichtdicke, Geschwindigkeit und andere Faktoren optimal für die jeweilige Geometrie einstellen.“ So kann Proform die beste Kombination in Bezug auf Qualität und Produktionszeit wählen. „Mit der breiten, offenen Materialpalette von BMF erreichen wir zahlreiche verschiedene Eigenschaften, wie Biokompatibilität, Robustheit oder Temperaturbeständigkeit“, sagt Paul Köhlmeier. Nach der Inbetriebnahme und Schulung durch den Hersteller wurden bereits erste Einzelteile und Serien von 50 bis 200 Teilen produziert.

Kontakt:

www.bmf3d.com