Dritte Generation ROBOCUT vorgestellt

Dank einer Reihe von Neuerungen bieten die neuen Drahterodiermaschinen der ROBOCUT α-CiC Serie laut FANUC ein noch höheres Niveau an Zuverlässigkeit, Schnittgeschwindigkeit, Oberflächengüte und Maßgenauigkeit.

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ROBOCUT in zwei Modellgrößen: α-C400iC und α-C600iC (Bildnachweis: FANUC)

Mit der neuesten ROBOCUT α-CiC hat das Drahterodieren laut Hersteller eine neue Stufe der Produktivität erreicht. „Die neue ROBOCUT α-CiC Drahterodiermaschine bietet eine rundum hochwertige Schneidleistung und kompromisslose Zuverlässigkeit in einer Vielzahl von Anwendungen und wird unseren Kunden einen echten Wettbewerbsvorteil bringen“, sagt Stefan Raff, Vertriebsleiter Robomachine Europe von FANUC.

Die Grundlage für einige der Verbesserungen ist die technische Überarbeitung der Kinematik der Hauptachsen. Dieses neue konstruktive Design verringert Schwingungen und fördert eine bessere Stabilität, was wiederum zu einer höheren Schnittgenauigkeit und einer längeren Zuverlässigkeit der Maschine führt – beides sind Säulen der FANUC Philosophie.

Die neue ROBOCUT α-CiC bietet Anwendern einen weiteren Genauigkeitsschub dank der Einführung einer neuen Matrixkompensation. Ein spezielles, werkseitig kalibriertes Kompensationsgitter sorgt für die Korrektur von Steigungsfehlern über die gesamte X-Y-Ebene – anstelle eines einzigen zentralen Punktes – und bietet so einen deutlichen Vorteil bei der Werkstückgenauigkeit. Es spielt keine Rolle mehr, wo sich das Werkstück auf der Arbeitsfläche befindet, es wird das gleiche Maß mit optimaler Präzision erreicht. Der Arbeitstisch selbst ist gehärtet, so dass die Entstehung von Kratzern verhindert wird.

Ein weiterer Fortschritt ist die verbesserte Genauigkeit bei der Konikbearbeitung sowie die einfachere Konikjustage, bei welcher man intuitiv über die Bedieneroberfläche geführt wird.

Verbesserte Maschinenbedienung

Wie bei allen Maschinen entscheidet auch beim Drahterodieren mit der ROBOCUT die Bedienbarkeit über den Erfolg und die Produktivität. Die Verbesserungen der ROBOCUT- Steuerung über die funktionsreiche FANUC iH Pro Benutzeroberfläche führen zu einem effizienteren Schneiden. Die Benutzeroberfläche mit einem 15“ großen Multi-Touch-LCD-Bildschirm erleichtert eine intuitivere Bedienung gerade auch denjenigen, die relativ neu im Drahterodieren sind.

Dieses Maß an Praktikabilität erstreckt sich auch auf viele andere Maschinenfunktionen, einschließlich Installation und Wartung. Die Installation dauert jetzt im Durchschnitt zwei Stunden weniger. Zudem lassen sich viele Wartungsaufgaben deutlich schneller erledigen als bisher. Zum Beispiel dauert die Wartung der Kugelrollspindeln nur noch 5 statt 40 Minuten. Zusätzlich kann die FANUC iH Pro vorausschauend auf Probleme hinweisen, bevor es zu einem Ausfall kommt, und sogar ein Video oder Bild bereitstellen, das zeigt, wie die Wartung im Haus erfolgen kann, um die Ausfallzeit zu minimieren.

ROBOCUT α-CiC-Maschinen verfügen außerdem über eine neue Bearbeitungstechnologie, um höhere Schnittgeschwindigkeiten ohne Drahtbruch zu erreichen, insbesondere bei der Schruppbearbeitung. Alternativ kann der Anwender die Oberflächengüte Ra 0,3 µm erreichen, ohne große Kompromisse bei der Bearbeitungsgeschwindigkeit hinnehmen zu müssen.

Um die optimalen Einstellungen für Geschwindigkeit und Oberflächengüte für ein bestimmtes Werkstück zu finden, hat FANUC eine „Simple Adjustment Function“ eingeführt. Anstatt auf komplexe Parametertabellen zurückgreifen zu müssen, kann der Anwender nun die Schnittleistung über einen einfachen +/- Schieberegler einstellen und dabei den Entladungsspalt für eine stabile Bearbeitung beibehalten.

FANUC Robocut mit Be- und Entladung durch einen kollaborativen CR-Roboter (Bildnachweis: FANUC)

Schnelles Einfädeln des Drahts

Das neue ROBOCUT α-CiC-Design bietet mehr Platz für einfaches und schnelles Drahteinfädeln. In Bezug auf Einfädelfunktionen behält die Maschine viele bewährte Merkmale der vorherigen ROBOCUT-Generation bei. Darunter die automatische Drahteinfädelung bis zu 500 mm im Wasserbad, die automatische Drahtbruchreparatur und einfädeln im Schneidspalt bei Werkstücken mit einer Dicke von bis zu 150 mm.

Die standardmäßig mitgelieferte Software ROBOCUT-LINKi dient der Verwaltung von Produktions- und Qualitätsinformationen. Anwender können den Betrieb überwachen, E-Mail-Benachrichtigungen erhalten, Verschleißteile im Auge behalten und Programme übertragen. Mit LINKi lassen sich bis zu 32 ROBOCUT α-CiC-Maschinen vernetzen.

Weitere Funktionen: der Rundtisch ROBOCUT-CCR mit großem Funktionsbereich wie beispielsweise Wendeschneiden und PKD-Werkzeugbearbeitung, ein Drahtlader (für 20-30 kg Draht), um die autarke Bearbeitung zeitlich zu erweitern, und die Möglichkeit, einen Roboter/Cobot zur Be- und Entladung über ein einziges Ethernet-Kabel anzuschließen. Um Lösungen zu schaffen, die spezifische Anforderungen erfüllen, ist eine Nachrüstung von Optionen auch nach der Installation beim Kunden vor Ort möglich.

Platzsparendes Design

Die neuen ROBOCUT-Maschinen gibt es in zwei Größen als α-C400iC und als α-C600iC. Beide sind jeweils kompakter als die entsprechenden Vorgängermodelle. Die maximalen Werkstück-Abmessungen liegen bei 1050 x 775 x 400 mm in der X-, Y- bzw. Z-Achse, das maximale Werkstück-Gewicht beträgt 1000 kg.

„Die Zuverlässigkeit von FANUC und seinen Maschinen ist so groß, dass Kunden die ROBOCUT-Modelle oft über mehrere Jahrzehnte hinweg nutzen“, fasst Stefan Raff zusammen. „Diese verlässliche Leistung, gepaart mit unserem umfangreichen Serviceangebot, ermöglicht es den Kunden, sich ganz beruhigt auf ihr Kerngeschäft, die Teilefertigung, zu konzentrieren. Wo auch immer sie sich befinden, wir sind vor Ort präsent, um sicherzustellen, dass die Hilfe nie weit entfernt ist.“

Kontakt:

www.fanuc.eu