
Mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung „Humanoid Robotics and Embodied AI“ wollen SCHUNK, die Hochschule Offenburg und die BURGER GROUP den Transfer humanoider Robotik in die industrielle Praxis deutlich beschleunigen. Über Bildungs- und Forschungsprojekte sollen Kompetenzen systematisch ausgebaut und Ergebnisse schneller in industrienahe Anwendungen überführt werden. Für SCHUNK ist die Initiative ein weiterer Baustein auf dem Weg, sich langfristig als global führender Technologiepartner und Ausstatter für humanoide Roboterhände zu etablieren.
Die Stiftung ist darauf ausgerichtet, Bildung, angewandte Forschung und Transfer in den Bereichen humanoide Robotik und verkörperte Künstliche Intelligenz (Embodied AI) zu fördern. Geplant sind insbesondere anwendungsnahe Forschungs- und Transferprojekte, der Aufbau und die Pflege eines Expertennetzwerks aus Wissenschaft und Industrie sowie Formate zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich, um Fachkräfte in der Region zu stärken. Die Stiftung wird durch Fördermittel des Landes Baden Württemberg unterstützt. Damit sollen Kompetenzen gebündelt, Transferstrukturen gestärkt und das Robotik-Ökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Land weiter ausgebaut werden.
Hochschule Offenburg als Stiftungsträger
Stiftungsträger ist die Hochschule Offenburg. Sie verfügt über ein in Süddeutschland einzigartiges Forschungszentrum für Robotik und Cobotik, das gemeinsam mit Unternehmen innovative Robotik-Anwendungen für das industrielle Umfeld entwickelt. Die Ausrichtung ist klar anwendungsorientiert: Durch Forschung in enger Kooperation mit der Wirtschaft soll die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere mittelständischer Unternehmen gestärkt werden. Damit werden Lehre, Forschung und Entwicklung in Bereichen wie industrielle Robotik, kollaborative Robotik und Pflegerobotik gezielt vorangetrieben.
Mit der Stiftung setzt die Hochschule ihren Ausbau der Forschungsfelder Künstliche Intelligenz und Robotik konsequent fort.
SCHUNK baut humanoide Robotik strategisch aus
Im Gründungsrat sind mit SCHUNK, der BURGER GROUP und der Hochschule Offenburg drei Organisationen vertreten, die sich in ihren Rollen ergänzen: Forschungskompetenz und Talententwicklung auf der einen Seite, Industrieanforderungen, Marktzugang sowie Engineering- und Umsetzungserfahrung auf der anderen. Die Stiftung ergänzt die langfristige Strategie von SCHUNK in der humanoiden Robotik. Das Unternehmen bringt rund 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung humanoider Hände ein und verfolgt das Ziel, diese in anspruchsvollen industriellen Anwendungsfeldern zum Einsatz zu bringen. Der Weg dorthin ist partnerschaftlich angelegt: mit Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Hochschule Offenburg für Technologiezugang und mit Industrieunternehmen wie Bosch für Skalierung und Industrialisierung.
„Humanoide Robotik ist der nächste Entwicklungsschritt für die hochflexible Automatisierung. Sie wird sich aber nur dann durchsetzen, wenn Lösungen industrienah entwickelt und gemeinsam skaliert werden. Deshalb bauen wir den Technologietransfer gezielt aus und bringen ihn mit unserer langjährigen Automatisierungserfahrung zusammen“, sagt Timo Gessmann, CTO von SCHUNK. Parallel zur Stiftungsgründung treibt SCHUNK seine Aktivitäten auch organisatorisch voran – unter anderem über den Aufbau der SCHUNK Humanoid Robotics GmbH, um die Entwicklung einer neuen Handplattform für unterschiedliche Robotersysteme zu beschleunigen.
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