Vakuum-Automation für sichere Verpackungsprozesse

Auf der interpack in Düsseldorf präsentiert Schmalz iVakuumtechnik für die Automation von Verpackungslinien und Lösungen für ergonomisches Lastenhandling.

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Der modulare Fingergreifer mGrip nimmt schwer zu greifende Produkte präzise auf und unterstützt dadurch stabile, wirtschaftliche Automatisierung in Verpackungsprozessen. ©Schmalz

Wenn Verpackungsprozesse laufen, muss es schnell gehen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Beutel werden dünner, Kartonagen leichter, Taktzahlen höher. Dazu kommen Hygienevorgaben und wechselnde Formate. Schmalz begegnet diesen Rahmenbedingungen mit cleveren Lösungen für die Vakuum-Automation. Sie sind prädestiniert, wenn Produkte empfindlich reagieren, Oberflächen wechseln oder die Linie mehrere Varianten fahren muss.

Viele Verpackungsanlagen handhaben Teile mit unregelmäßigen Formen oder unterschiedlichen Beschaffenheiten. Mit dem modularen Fingergreifer mGrip und dessen Flexibilität durch anpassbare Öffnungswinkel, Greifkraft und Fingerpositionen können Anwender Produktwechsel abbilden, ohne das Handhaben jedes Mal neu zu erfinden. Die Endeffektoren passen sich an verschiedene Formate an, Umrüstzeiten entfallen. Gleichzeitig steigt die Prozesssicherheit, weil der mGrip auch bei variierenden Werkstücken reproduzierbar arbeitet: Die Anlage greift sicher, transportiert zuverlässig und legt kontrolliert ab. Das reduziert Fehlgriffe, die in Verpackungslinien schnell zu Staus führen.

Dank weicher Dichtlippe dichtet der Balgsauggreifer PSPF auf stark gefalteten, dünnen Beuteln zuverlässig ab und bleibt bei schnellen Zyklen stabil. ©Schmalz

Flexible Beutel automatisiert bewegen

Beutel benötigen nur wenig Material, bringen aber auch Nachteile mit: Sie sind biegeschlaff, bilden Falten und liegen oft nicht plan an. Genau hier setzt der Balgsauggreifer PSPF an. Seine weiche, anschmiegsame Dichtlippe hält selbst Beutel mit starker Faltenbildung fest. Schmalz kombiniert diese Dichtlippe mit einem verstärkten Balg, der bei schnellen Zyklen Stabilität und Halt liefert. Damit takten Betriebe Pick-and-Place-Anwendungen sekundengenau.

Der Balgsauggreifer PSPF unterstützt diesen Prozess, auch wenn Beutel nur gering befüllt sind und sich dadurch stärker verformen. Anwender profitieren von reproduzierbaren Greifvorgängen, geringerem Ausschuss und weniger Anlagenstopps.

Hoher Volumenstrom, weniger Aufwand

Manuelle Handhabung bei hoher Wiederholrate: Vakuum-Schlauchheber unterstützen das ergonomische, sichere Umsetzen von Verpackungseinheiten. ©Schmalz

Neben dem Greifer entscheidet die Vakuum-Erzeugung über Takt und Stabilität. Schmalz bringt dafür die Kompaktejektoren SCPLi mit. Sie erzeugen Unterdruck nach dem Venturi-Prinzip aus Druckluft, sitzen nahe am Greifer und liefern je nach Ausführung 290 bis 1.140 Liter pro Minute Saugvermögen. Das verkürzt Evakuierungszeiten und unterstützt schnelle Verpackungsprozesse. Über IO-Link überträgt das Gerät Daten direkt an die Steuerung, sodass Betriebe das Greifen gezielt überwachen und optimieren können.

Für Anwender ist außerdem die Flexibilität interessant: Eine optional zuschaltbare Luftsparregelung ermöglicht auch die effiziente Handhabung saugdichter Materialien wie Glas oder Blechplatinen. Zusätzlich gibt es eine neue Flanschversion, die die Kompaktejektor-Baureihe SCPL direkt am Greifmodul andockt, sodass die Vakuum-Erzeugung ohne lange Leitungswege auskommt und unnötige Strömungsverluste gar nicht erst entstehen.

Schmalz ergänzt die Automatisierung auf der interpack mit Vakuum-Schlauchhebern wie dem JumboFlex für manuelle Prozesse. Sie unterstützen ein ergonomisches Heben und Bewegen, das Mitarbeitende entlastet und den Materialfluss stabil hält. Schlauchheber eignen sich, wenn Kartons, Säcke oder Gebinde häufig umgesetzt werden und die Linie hohe Wiederholraten verlangt.

Schmalz vom 7. bis 13. Mai auf der interpack: Halle 13, Stand A46

Kontakt:

www.schmalz.com